Knicksenkfuß des Kindes

Einlagen oder lieber nicht?

Im Volksmund auch fehlerhaft als Plattfuß bezeichnet ist der Knicksenkfuß wohl die häufigste Fußfehlstellung des Kindes.

Immer wieder wird die Frage nach der Notwendigkeit einer Behandlung diskutiert und unterschiedlich beantwortet.

Man sollte zunächst einmal die Schwere einstufen. Steht die Ferse (Blick von hinten auf die Achillessehne) mehr als 10 Grad in x-Stellung, richtet sich im Zehenstand nicht komplett auf und liegt der Fußinnenrand auf dem Boden auf, spricht all dies für eine Einlagenversorgung. Die Beurteilung bei Kleinkindern ist durch die Fettpolster des Fußes häufig schwierig, hier sollte keine zu frühe Behandlung erzwungen werden. Die Einlagen können den Fuß nicht korrigieren, sie können nur stützen und eine kontrakte, verkrampfte Dauerfehlstellung verhindern.

Operative Maßnahmen werden nur bei schweren Fehlstellungen durchgeführt.

Daher müssen die Einlagen auch nicht immer getragen werden. Barfußlaufen, Laufen in nicht rutschenden Socken und leichten Hausschuhen ist ohne Einlagen erlaubt und von Vorteil für die Fußentwicklung.

Oft wird auch eine Versorgung in den schweren Winterschuhen ausreichend sein. Die Einlagen sollten bequem sitzen, sie dürfen nicht drücken oder zu klein werden.

Ein Wort zum Schuh:

Stabile Fersenkappe, biegsame Sohle und korrekte Größe sind ausreichend. Atmungsaktives Material ist vorteilhaft, Fußbettungen sind beim Kind dagegen überflüssig.

Die beste Gymnastik beim Knicksenkfuß ist das Gehen auf den Zehenspitzen, krankengymnastische Maßnahmen sind beim lockeren Knicksenkfuß nicht erforderlich.