Manuelle Therapie

Die manuelle Therapie ist eine Mobilisations- und Manipulationsmethode die bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, die auf Grund verschleißbedingter oder entzüntlicher Prozesse oder nach einem Trauma (Prellung, Zerrung, Fraktur) auftreten können, angewandt wird.

Vor der eigentlichen Therapie wird neben der Diagnose des Artztes eine umfangreiche Untersuchung der schmerzhaft betroffenen Körperpartie durchgeführt. So wird der Therapeut genau lokalisieren, welche Struktur des Bewegungsapparates (Band, Muskeln, Kapseln, Gelenkfläche, Schleimbeutel) betroffen ist. Besonders bei chronischen Funktionsstörungen sind die Krankheitssymptome so komplex, dass der Ursprung des Schmerzes in den Hintergrund tritt.

Das betroffene Gelenk wird passiv vom Behandler mobilisiert um die Gleitfähigkeit der Gelenkbewegung wieder zu verbessern oder um über Traktion (Zugsetzung) eine Schmerzverminderung und Gelenkentlastung herbeizuführen.

Ist die Gelenkkapsel betroffen, können ebenfalls Traktionen eingesetzt oder die Kapsel dehnende Mobilisationstechniken angewandt werden.

Bei Bänder-, Sehnen- und Muskelveränderungen/-verletzungen werden Querfriktionsmassagen eingesetzt, um Schmerzen zu lindern und Verklebungen des Gewebes zu lösen. Diese Querfriktionen – auf diese sich besonders die Cyriax-Therapie spezialisiert hat – können bereits 48 Stunden nach einem entstandenen Trauma eingesetzt werden. Besonders bei Sportverletzungen hat sich manuelle Therapie bewährt, zum Beispiel bei Muskelfaser- und Bänderrissen und Epicondylitis. Auch Blockaden an der Wirbelsäule können durch sanfte Mobilisationstechniken gelöst werden.

Kombiniert werden kann die manuelle Therapie mit anderen physiotherapeutischen Maßnahmen wie Strom, Schlingentisch, Trainingstherapie. Dehnübungen schließen sich therapiebegleitend an. Selbstdehnung und Automobilisation werden dem Patienten vermittelt, ebenso wie Stabilisations- und Kräftigungsübungen für Gelenke und Muskulatur.